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Ein Foto und eine Erinnerung sind nicht dasselbe

Fotografieren, den Moment genießen und sich später erinnern sind unterschiedliche Fragen.

Ob Fotografieren einfach gut oder schlecht ist, lässt sich leicht fragen. Hilfreicher ist dein Ziel für den Moment: ein Bilddokument, eine gemeinsame Geschichte oder Zeit zum Umschauen. Unterschiedliche Ziele können unterschiedliche Entscheidungen verlangen.

Was die Studien zeigen

In einem Museumsexperiment wurden vollständig fotografierte Objekte schlechter erinnert als nur betrachtete. [1]

Andere Experimente verbanden Fotografieren mit mehr Freude, wenn es die Beschäftigung mit dem Erlebnis förderte. [2]

Ein kleiner Versuch

  1. Benenne vor dem Foto ein interessantes Detail. Sieh es dir direkt an und entscheide dann, ob ein Foto etwas beiträgt.
  2. Schreibe anschließend eine kurze eigene Bildunterschrift. Trenne sichtbare Inhalte von Erinnerungen außerhalb des Bildausschnitts.
  3. Prüfe vor dem Teilen die Zielgruppe und ob ein fremdes Gesicht, ein privater Ort oder sensibler Kontext außen vor bleiben sollte.

Grenzen der Ergebnisse

Freude und späteres Erinnern sind verschiedene Ergebnisse. Die Studien behaupten keinen immer positiven oder negativen Fotoeffekt und testeten Orbits Galeriekarte nicht.

Eine Karte kann Bilder nach Orten ordnen. Sie belegt weder, dass alle Personen einer ungefähren Begegnung auf einem Foto waren, noch deren Einwilligung zur Veröffentlichung.

Quellen

  1. Point-and-shoot memories: the influence of taking photos on memory for a museum tour — Psychological Science, 2014
  2. How taking photos increases enjoyment of experiences — Journal of Personality and Social Psychology, 2016
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