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Die kleinen Verbindungen eines gewöhnlichen Tages

Ein bekanntes Gesicht ist kein enger Freund und kann trotzdem ein Hallo wert sein.

Denke an jemanden aus einem Café, einem Kurs oder von deinem üblichen Weg. Ihr kennt euch vielleicht kaum und teilt dennoch einen vertrauten Ort. Schwache Bindungen bezeichnet in der Sozialforschung weniger enge Beziehungen, nicht den Wert eines Menschen.

Was die Studien zeigen

In Studien von 2014 waren mehr Kontakte zu Bekannten mit höherem Wohlbefinden verbunden. [1]

Andere Pendlerexperimente fanden nach Gesprächen positivere Erlebnisse als beim Vermeiden von Kontakt. [2]

Ein kleiner Versuch

  1. Achte auf einen Ort, an dem ein kurzes Hallo willkommen wirken könnte. Sprich über die gemeinsame Situation, ohne Interesse oder Verfügbarkeit vorauszusetzen.
  2. Lass ein leichtes Gesprächsende zu. Eine kurze Antwort, Kopfhörer oder Schweigen sind ein Anlass für Abstand, keine zu überwindende Hürde.
  3. Notiere danach, was dir gefallen hat oder was du ändern würdest. Ein Kontakt darf eine angenehme kleine Begegnung bleiben, ohne Freundschaft werden zu müssen.

Grenzen der Ergebnisse

Der Zusammenhang zwischen Kontakt und Wohlbefinden garantiert kein Ergebnis für alle. Eine Kartenüberschneidung beweist auch nicht, dass zwei Menschen sich getroffen haben oder Kontakt möchten.

Orbit kann einem gemeinsamen Weg Kontext geben. Die Einladung bleibt gegenseitig: Niemand schuldet dir ein Gespräch, weil sich eure Wege überschnitten haben.

Quellen

  1. Social interactions and well-being: the surprising power of weak ties — Personality and Social Psychology Bulletin, 2014
  2. Mistakenly seeking solitude — Journal of Experimental Psychology: General, 2014
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